Der älteste Teil des Anwesens, das Wohnblockhaus, stammt etwa aus den Jahren 1770–1800. Das Gebäude, das Generationen überdauerte, stand später kurz vor dem Verfall und verschwand nur durch einen glücklichen Zufall nicht vollständig aus der Landschaft.
„Seit den 1950er Jahren verfiel das Gebäude zunehmend und sollte laut Zeitzeugen sogar abgerissen werden – ähnlich wie viele andere Gebäude im Grenzgebiet. Hintergrund waren Befürchtungen des damaligen Regimes hinsichtlich eines möglichen Missbrauchs nahe der Staatsgrenze.
In den 1960er Jahren ging der Hof in den Besitz der Familie des heutigen Eigentümers über und wurde landwirtschaftlich genutzt. Die Tierhaltung direkt im Wohnhaus beschädigte zwar Teile der Konstruktion, trug aber paradoxerweise dazu bei, dass das Gebäude weder völlig verlassen noch abgerissen wurde. Seit den 1990er Jahren stand das Objekt schließlich leer.
Ziel der Rekonstruktion war es, dieses außergewöhnliche Beispiel ländlicher Volksarchitektur möglichst authentisch zu erhalten. Verwendet wurden handbehauene Balken mit traditioneller Eckverbindung, historische Farbtöne und passende Dachdeckung. Zudem wurde bei der Renovierung der ursprüngliche Fachwerkgiebel unter dem Putz freigelegt und die originale Seitentür erhalten, die bis heute Teil des Gebäudes ist.
Gleichzeitig wurde Wert auf modernen Komfort und eine sensible Verbindung von Geschichte und Gegenwart gelegt. Die Renovierung zeigt, dass selbst ein über zweihundert Jahre altes Haus Komfort, Ruhe und eine Atmosphäre bieten kann, die Neubauten oft fehlt.
Die Großmutter lebte hier ihr einfaches Alltagsleben. Sie kümmerte sich um den Hof und hielt Schweine und Hühner im Haus. Für ihren kleinen Enkel wurde dieser Ort zu einem Platz voller Sicherheit und Fantasie.
Zu ihren Ehren trägt das Haus den Namen „U Babi“. Nicht nur als Erinnerung an eine bestimmte Person, sondern auch als Hommage an die Generationen, die hier ein einfaches Leben führten und dem Ort seine Seele gaben.